Der Monat März 2020 erwies sich als erkennbar zu warm und unheimlich sonnenreich.

Dazu die Daten:

  • Durchschnittstemperatur:  5,8 °C (normal 5,3 °C)

  • 17 kalte Tage (normal 15)

  • 16 Frosttage (normal 12)

  • kein Eistag (normal einer)

  • bereits 2 warme Tage (normal einer)

  • Tagesmaximum: 20,7 °C am 20. um 15 Uhr 20

  • Minimaltemperatur:  -3,6 °C am 23. um 6 Uhr 15

Interessant war die Zahl der Sonnenstunden

  • 13 Tage mit 8 Stunden Sonnenschein, darunter sogar 7 Tage mit 10 Stunden
  • insgesamt 184 Sonnenstunden (normal 125)
  • es war damit der zweit-sonnenreichste März nach März 2014, der sogar 186 Stunden aufzuweisen hatte

Man konnte also mit dem März, abgesehen von dem ständig sehr kalten Wind aus Osten recht zufrieden sein.

Hier die Zusammenfassung eines Winters, der keiner war

 

Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)

  • mit 209 l/m² lag der Niederschlag dieses Winters deutlich über dem Schnitt (normal 166 l/m²), zurückzuführen auf den extrem niederschlagsreichen Monat Februar

  • die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit +3,1 °C deutlich über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,8 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter +3,5 °C)  

  • Es war der zweitwärmste Winter nach Winter 2007
  • Dies war vor allem auf den extrem warmen Februar zurückzuführen

  • auch manche Kenntage unterstreichen den sehr milden Winter: nur 5 Eistage (normal 23) und 46 Frosttage (normal 59)

  • nur 6 Schneetage (normal 16), die von der Menge her vernachlässigbar waren – es war der schneeärmste Winter seit meinem Aufzeichnungsbeginn

  • 34 stürmische Tage (normal 13)

  • mit 257 Stunden Sonnenschein lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 163 Stunden), zurückzuführen auf den überaus sonnigen Dezember und Januar

Fazit:
Es war ein überaus warmer Winter mit erhöhtem Niederschlag, aber auf Grund der hohen Temperaturwerte vernachlässigbarem Schneefall sowie einem erheblichen Überschuss an Sonnenstunden.

Februar 2020 - ein winterlicher Totalausfall

Den Februar konnte man nicht als Wintermonat bezeichnen, dazu einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur 4,9 °C  - ganz erheblich über dem Schnitt (normal 1,1 °C)
  • er war außer Februar 2002 (Schnitt 5,1 °C) und Februar 1990 (Schnitt 5,4 °C) der wärmste Februar
  • 17 kalte Tage (normal 24)
  • nur 8 Frosttage (normal 19)
  • kein Eistag (normal 6)

Doch auch in anderen Bereichen fiel der Monat aus der Rolle.

  • Niederschlagsmenge 119,6 l/m²  - extrem über dem Schnitt (155 % mehr als üblich)
  • 23 Niederschlagstage (normal 13)
  • Das Orkantief „Sabine“ traf am 10. um 5 Uhr 35 mit 90 km/h unseren Raum
  • die Windmenge, der sog. Windrun war mit einem Wert von 394,7 extrem hoch

Und nun zum letzen markanten Puinkt:

Nur an einem Tag am Ende des Monats kam es zum Schneefall, es war der schneeärmste Februar und gleichzeitig auch der schneeärmste Winter

 

Januar 2020 - kein Wintermonat

Nein, als Wintermonat konnte man diesen Januar nicht bezeichnen.

Dazu einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur: mit 2,1 °C  deutlich über dem Schnitt (normal 0,2 °C)
  • 28 kalte Tage (normal 29)
    24 Frosttage (normal 21)
    lediglich 4 Eistage (normal 9)
  • Tagesmaximum: 14,3 °C am 31. um 14 Uhr 40
    Minimaltemperatur:  -4,1 °C am 2. um 2 Uhr 30
  • Gravierend zeigte sich der Niederschlagsmangel

Eine Regenmenge von acht Liter pro Quadratmeter bis zum 26. des Monats war nicht der Rede wert. Das konnten auch die Niederschläge am Monatsende nicht mehr wettmachen.

Das Ergebnis:
Die Niederschlagsmenge lag mit nur 26,8 l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 49% des üblichen Wertes)

Lediglich der Sonnenschein bereitete ähnlich Freude wie bereits im Dezember:

Den 13 Nebeltagen (normal 8) zum Trotz war die Sonnenscheindauer beeindruckend. Anstatt der üblichen 46 Stunden wurden uns 75 Stunden beschert, ein Plus von 60%.

Jahresbilanz 2019

Das Jahr wies eine etwas zu geringe Niederschlagsmenge auf, wobei die Werte sehr unterschiedlich verteilt waren

  • fünf niederschlagsreichen Monaten (davon Januar, Juni und August extrem) standen sieben niederschlagsarme Monate (davon Februar, April, Juli und September extrem) gegenüber

Besonders zu erwähnen ist der Monat April, der nur 27% des üblichen Niederschlags erbrachte

Die Temperatur lag dieses Jahr erneut viel zu hoch, es war mit einem Schnitt von 10,4 Grad allerdings nicht ganz so warm wie die Extremjahre 2015, 2016 und 2018

  • zehn Monate lagen über dem Schnitt, dabei März und Juni extrem
  • nur zwei Monate lagen unter dem Schnitt, wobei der Mai den Schnitt erheblich unterschritt

Zwei Extreme des Jahres soll erwähnt werden:

  • der Juni war mit einem Schnitt von 20,3 °C der wärmste Juni nach Juni 2003, der allerdings sogar 22,1 °C aufzuweisen hatte und alles Bisherige übertrumpfte
  • der Dezember war einer der sonnenreichsten Dezembermonate

Was lässt sich über das Gesamtjahr aussagen?

  • es lag mit 191 Niederschlagstagen (normal 168) über dem Schnitt, dennoch war der Gesamtniederschlag etwas zu gering
  • die Zahl der Sommertage lag mit 62 deutlich über dem Schnitt (normal 51), die Zahl der heißen Tage (Tropentage) war mit 18 ebenfalls wesentlich höher als üblich (normal 10)
  • mit dem Sonnenschein konnte man zufrieden sein, wurde doch in sechs Monaten das Soll überschritten, besonders in den Monaten Februar Juni und Dezember. Etwas dürftig war der November mit nur 38 Sonnenstunden

Das Jahr war aber nicht nur wegen der hohen Zahl an Sommertagen und heißen Tagen viel zu warm, sondern es gab wie im Vorjahr einfach auch zu wenig Eis- und Frosttage.

  • nur 113 kalte Tage (normal 134), nur 72 Frosttage (normal 88) und lediglich 10 Eistage (normal 24)
  • die Zahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 30 km/h war mit 69 wesentlich höher als normal (38), ebenfalls eine Auswirkung der Erderwärmung

Fazit:

Das Jahr war, wie die letzten fünf Jahre  deutlich zu warm bei etwas zu wenig Niederschlag und einem geringen Überschuss (8% mehr) bei den Sonnenstunden, der auf den extrem sonnenreichen Dezember zurückzuführen war.

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