Insgesamt betrachtet war der November 2020 geringfügig zu warm bei einem massiven Niederschlagsdefizit. Erstaunlich, dass trotz der hohen Zahl von Nebeltagen das Sonnenschein-Soll leicht übertroffen wurde.

Dazu die Werte:

  • Durchschnittstemperatur: 4,7 °C (normal 4,3°C), also etwas über dem Schnitt
  • 18 kalte Tage (normal 23)
  • 9 Frosttage (genau im Schnitt)
  • eine Eistag (genau im Schnitt)
  • Tagesmaximum: 19,9 °C am 2. um 15 Uhr 50
  • Minimaltemperatur: -5,9 °C am 30. um 8 Uhr 15

Es zeigt sich also immer mehr, dass der November im ersten Drittel zu warm ist, die Erderwärmung lässt grüßen

Die Niederschlagsmenge lag mit 15,4 l /m² ganz erheblich unter dem Schnitt (nur 27% des üblichen Wertes). 

Trotz der 18 Nebeltage (normal 10) fiel die Sonnenscheinbilanz mit 55 Stunden (normal 46 Stunden) überraschend gut aus, auch wenn sechs Tage Nebel am Stück schon unangenehm waren.

Der Oktober 2020 war ein eher wenig erfreulicher Herbstmonat

Der Monat Oktober war vom Sonnenschein her eine Katastrophe bei einer hohen Zahl an Niederschlagstagen, wies aber wenigstens den üblichen Temperaturschnitt auf.

Dazu wieder einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur: 9,6 °C (genau im Schnitt)
  • kein warmer Tag (normal 5)
  • 5 kalte Tage (normal 7)
  • kein Frosttag (normal 2)
  • Tagesmaximum: 19,9 °C am 22. um 15 Uhr 40
  • Minimaltemperatur: 1,5 °C am 20. um 4 Uhr 55

Seltsam war es mit dem Niederschlag.
War der September in weiten Teilen sehr trocken, zeigte sich der Oktober über die erste Monatshälfte hinaus komplett anders. Regnete es doch bis zum 18. Oktober an 16 Tagen, also nahezu täglich. Nach einer Pause von vier Tagen setzte sich der Niederschlag fort und so wurde das Monats-Soll schließlich nahezu erreicht.
Mit 23 Niederschlagstagen wurde der Schnitt erheblich überboten (normal 15), doch auf Grund vieler Tage mit Nebelnässen wurde das Monatssoll doch nicht ganz erreicht. 

Auch etwas aus der Reihe tanzte der Sonnenschein:

Obwohl nur 6 Nebeltage (normal 11) auftraten, erlebten wir beim Sonnenschein ein erhebliches Defizit.
Nur drei Tage mit 6 Stunden Sonne waren extrem wenig, dazu noch die 11 Tage mit nur einer Stunde oder weniger.
Damit konnte das Resultat von 79 Stunden (normal 104 Stunden) in keiner Weise zufriedenstellen.

Der September eiferte dem August nach und erwies sich eher als Sommermonat, denn als Herbstmonat.

Dazu einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur: 15,4 °C  - deutlich über dem Schnitt (normal 14,4°C)
  • 21 warme Tage (normal 13)
  • 10 Sommertage (normal 3)
  • ein kalter Tag (genau im Schnitt)
  • Tagesmaximum: 29,3 °C am 15. um 16 Uhr 10
  • Minimaltemperatur: 4,1 °C am 28. um 5 Uhr 55

Ein Kapitel für sich war der Niederschlag.

Nur ein Regentag bis zum 22. September sagt eigentlich alles zum Thema Trockenheit. Erst am Tag danach wurde die Trockenphase durch einen heftigen Gewitterschauer in der Nacht unterbrochen und das Defizit etwas durch weiteren Regenfall an vier aufeinander folgernden Tagen deutlich verringert. Dennoch fielen nur 86% des üblichen Niederschlags

Zufrieden konnte man mit der Zahl der Sonnenstunden ebenfalls sein.

Mit 182 Sonnenstunden war das Soll von 179 Stunden erfüllt und es waren 12 Tage mit 8 Stunden Sonne oder mehr zu vermelden. Ohne die acht Nebeltage (normal fünf) wäre die Ausbeute deutlich größer ausgefallen.

Insgesamt betrachtet glich der September eher einem Sommermonat, zeigte sich in weiten Teilen sehr trocken und erreichte die übliche Zahl an Sonnenstunden.

Sommerbilanz (Juni/Juli/August)

  • mit 289 l/m² lag der Niederschlag über dem Schnitt (normal 250 l/m²). Grund war der überaus niederschlagsreiche August. Die Zahl der Niederschlagstage lag daher mit 46 ebenfalls etwas über dem Schnitt (normal 42)

  • die Durchschnittstemperatur der Sommermonate lag mit 18,6 °C genau im Schnitt, trotz des sehr warmen August (zum Vergleich: normal 18,6 °C, kältester Sommer 17,3 °C, wärmster Sommer 21,6 °C)

  • 73 „warme Tage“ (normal 76), 48 Sommertage (normal 41), 15 heiße Tage (normal 10), 640 Sonnenstunden (normal 656 Stunden)

  • 9 stürmische Tage (normal 8)

  • nur 9 Gewitter (normal 13)

Fazit:

Es war vor allem auf Grund des zu kühlen Juni ein von den Temperaturen her normaler Sommer. Er zeigte sich wegen der niederschlagsreichen Monate Juni und August und trotz des dafür extrem niederschlagsarmen Juli vom Niederschlag her etwas zu nass. Die Sonnenstundenzahl war deutlich zu gering.

Der August erwies sich als Bilderbuch-Hochsommermonat.

Dazu die Werte:

  • Durchschnittstemperatur: 19,7 °C (deutlich über dem Schnitt von 18,8°C)
  • 26 warme Tage (genau im Schnitt)
  • 17 Sommertage (normal 14)
  • 9 Tropentage (normal 4)
  • Tagesmaximum: 34,9 °C  am 21. um 16 Uhr 35

Vor allem diese hohe Zahl an Tropentagen (auch heiße Tage genannt) ließen den Schnitt gewaltig ansteigen.

Erstaunlich war das Niederschlagsverhalten. Obwohl oft Trockenzeiten von bis zu 8 Tagen auftraten, wurde  ein enormer Monatsniederschlag von 136 l/m² erreicht, der bisher höchste Niederschlag des Jahres.

Lediglich beim Sonnenschein mussten wir etwas zurückstecken, denn statt der 213 Stunden erzielten wir nur 190 Stunden.

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