Winterbilanz (Dezember/Januar/Februar)

  • mit 228 l/m² lag der Niederschlag dieses Winters deutlich über dem Schnitt (normal 166 l/m²), zurückzuführen auf die extrem niederschlagsreichen Monate Dezember und Januar

  • die Durchschnittstemperatur der Wintermonate lag mit +1,3 °C deutlich über dem Schnitt (zum Vergleich: normal 0,8 °C, kältester Winter -1,6 °C, wärmster Winter +3,5 °C)
    Dies war vor allem auf den extrem warmen Dezember und Februar zurückzuführen

  • auch manche Kenntage unterstreichen den eher milden Winter: nur 13 Eistage (normal 23) und 58 Frosttage (normal 59)

  • 17 Schneetage (normal 16)

  • 29 stürmische Tage (normal 13)

  • mit 188 Stunden Sonnenschein lagen wir deutlich über dem Schnitt (normal 163 Stunden), zurückzuführen auf den sehr sonnigen Februar.

Fazit:
Es war ein sehr warmer Winter mit erhöhtem Niederschlag und einem erheblichen Überschuss an Sonnenstunden.

Etwas verspätet der Bericht über Februar 2019

Dieser Monat erwies sich als überaus sonniger und niederschlagsarmer Wintermonat, der sich ab Monatsmitte bereits vor-frühlingshaft präsentierte.

Dazu wieder einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur von 2,6 °C deutlich über dem Schnitt (normal 1,1 °C)
  • 14 kalte Tage (normal 24)
  • 24 Frosttage (normal 19)
  • nur 2 Eistage (normal 6)
  • das Tagesmaximum von 18,2 °C wurde am 28. um 14 Uhr 20 erreichtdie Minimaltemperatur betrug -6,9 °C am 6. um 8 Uhr 10
  • Im Februar fiel nur die hälfte des üblichen Niederschlags

Man wundert sich zunächst, dass trotz einer erhöhten Zahl von Frosttagen der Monat deutlich zu warm war. 

Die Gründe:
viel zu wenig kalte Tage und vor allem deutlich zu wenig Eistage, es war einfach tagsüber deutlich zu warm

Am erfreulichste waren die vielen Sonnenstunden.
An 9 Tagen wurden sogar 8 Stunden Sonne erzielt, ein für Februar hoher Wert.
Auch die übliche Zahl an Sonnenstunden (normal 73) wurde mit 126 Stunden deutlich überschritten
So wurde der Monat nur noch von Februar 2008 (144 Stunden Sonne) übertroffen.

Der Januar war zur Abwechslung mal wieder tatsächlich ein (normaler) Wintermonat:

etwas zu kalt, erheblicher Niederschlagsüberschuss und etwas zu wenig Sonnenschein

  • Durchschnittstemperatur:  -0,1 °C (normal +0,2 °C), also geringfügig kälter als normal
  • 31 kalte Tage (normal 29)
  • 21 Frosttage (normal 21)
  • 7 Eistage (normal 9)
  • Tagesmaximum: 7,6 °C am 27. um 14 Uhr 50
  • Minimaltemperatur: -8,1 °C am 20. um 2 Uhr 00

Mit Niederschlag wurden wir reichlich bedacht:

86,2 l/m² (57% mehr als üblich)
21 Niederschlagstage (normal 15)

Erstaunlich, dass wir anstatt der üblichen 5 Schneetage dieses Jahr 14 Schneetage erzielten, wenn zum Teil auch nur mit geringen Mengen.

 

Jahresbilanz 2018

Das Jahr wies eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz auf, wobei die Werte wieder unterschiedlich verteilt waren

  • fünf niederschlagsreichen Monaten (davon Januar, Mai und Dezember extrem) standen sieben niederschlagsarme Monate (davon März, April, Juni und November extrem) gegenüber

Nur auf Grund des überaus niederschlagsreichen Januars und Dezembers wurde das Niederschlags-Soll von 778 l/m² trotz der vielen zu trockenen Monate mit 779,4 l/m² erreicht.

Die Temperatur lag dieses Jahr erneut viel zu hoch, es war mit einem Schnitt von 10,9 Grad das wärmste Jahr seit meinem Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1983

  • zehn Monate lagen über dem Schnitt, dabei Januar und April extrem
  • nur zwei Monate lagen unter dem Schnitt, wobei der Februar den Schnitt erheblich unterschritt

Einige Extreme des Jahres sollen erwähnt werden:

  • der Januar war mit einem Schnitt von +4,1 °C der wärmste Januar zusammen mit Januar 2007
  • der Januar stand beim Niederschlag mit 112,2 l/m² nach Januar 2004 und 2012 an dritter Stelle
  • der April war mit einem Schnitt von 13,5 °C der wärmste April, er präsentierte sich als regelrechter Sommermonat
  • der Mai war mit einem Schnitt von 17,0 Grad der wärmste Mai
  • der Juni war mit 34 l/m² der zweit-niederschlagsärmste Monat nach Juni 2003
  • der September wies mit 11 Sommertagen die zweit-höchste Zahl an Sommertagen auf nach September 2016

Was lässt sich über das Gesamtjahr aussagen?

  • es lag mit 160 Niederschlagstagen (normal 168) unter dem Schnitt
  • die Zahl der Sommertage lag mit 89 erheblich über dem Schnitt (normal 51), die Zahl der heißen Tage (Tropentage) war mit 18 ebenfalls wesentlich höher als üblich (normal 10)
  • mit dem Sonnenschein konnte man recht zufrieden sein, wurde doch in sieben Monaten das Soll überschritten, besonders in den Monaten Januar, Februar und Oktober. Komplett aus der Reihe tanzte allerdings der Dezember mit nur 21 Sonnenstunden

Das Jahr war aber nicht nur wegen der hohen Zahl an Sommertagen und heißen Tagen viel zu warm, sondern es gab wie im Vorjahr einfach auch zu wenig Eis- und Frosttage.

  • nur 122 kalte Tage (normal 134), nur 70 Frosttage (normal 88) und lediglich 15 Eistage (normal 24)
  • die Zahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 30 km/h war mit 67 wesentlich höher als normal (38), ebenfalls eine Auswirkung der Erderwärmung

Fazit:

Das Jahr war, wie die letzten vier Jahre  deutlich zu warm bei einer ausgeglichenen Niederschlagsbilanz und einem geringen Überschuss bei den Sonnenstunden.

Der Dezember 2018 war ein Monat, wie man ihn sich nicht wünscht.

  • zu warm
  • zu regenreich
  • zu sonnenarm

Dazu wieder ein paar Daten:

  • Durchschnittstemperatur: 3,0 °C (normal 1,3 °C)
  • 28 kalte Tage (normal 29), nur 12 Frosttage (normal 18) und lediglich 4 Eistage (normal 7)

Dafür wurden wir mit Niederschlag, wenn auch ohne Schneefall, reichlich eingedeckt:

  • Die Niederschlagsmenge lag mit 118,2 l/m² gravierend über dem Schnitt (91% mehr als üblich )

Am schlimmsten war es mit dem Sonnenschein.

Mit nur 21 Stunden Sonne (normal 43 Stunden) war es der sonnenärmste Monat seit meinem Aufzeichnungsbeginn 

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