Januar 2020 - kein Wintermonat

Nein, als Wintermonat konnte man diesen Januar nicht bezeichnen.

Dazu einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur: mit 2,1 °C  deutlich über dem Schnitt (normal 0,2 °C)
  • 28 kalte Tage (normal 29)
    24 Frosttage (normal 21)
    lediglich 4 Eistage (normal 9)
  • Tagesmaximum: 14,3 °C am 31. um 14 Uhr 40
    Minimaltemperatur:  -4,1 °C am 2. um 2 Uhr 30
  • Gravierend zeigte sich der Niederschlagsmangel

Eine Regenmenge von acht Liter pro Quadratmeter bis zum 26. des Monats war nicht der Rede wert. Das konnten auch die Niederschläge am Monatsende nicht mehr wettmachen.

Das Ergebnis:
Die Niederschlagsmenge lag mit nur 26,8 l/m² deutlich unter dem Schnitt (nur 49% des üblichen Wertes)

Lediglich der Sonnenschein bereitete ähnlich Freude wie bereits im Dezember:

Den 13 Nebeltagen (normal 8) zum Trotz war die Sonnenscheindauer beeindruckend. Anstatt der üblichen 46 Stunden wurden uns 75 Stunden beschert, ein Plus von 60%.

Jahresbilanz 2019

Das Jahr wies eine etwas zu geringe Niederschlagsmenge auf, wobei die Werte sehr unterschiedlich verteilt waren

  • fünf niederschlagsreichen Monaten (davon Januar, Juni und August extrem) standen sieben niederschlagsarme Monate (davon Februar, April, Juli und September extrem) gegenüber

Besonders zu erwähnen ist der Monat April, der nur 27% des üblichen Niederschlags erbrachte

Die Temperatur lag dieses Jahr erneut viel zu hoch, es war mit einem Schnitt von 10,4 Grad allerdings nicht ganz so warm wie die Extremjahre 2015, 2016 und 2018

  • zehn Monate lagen über dem Schnitt, dabei März und Juni extrem
  • nur zwei Monate lagen unter dem Schnitt, wobei der Mai den Schnitt erheblich unterschritt

Zwei Extreme des Jahres soll erwähnt werden:

  • der Juni war mit einem Schnitt von 20,3 °C der wärmste Juni nach Juni 2003, der allerdings sogar 22,1 °C aufzuweisen hatte und alles Bisherige übertrumpfte
  • der Dezember war einer der sonnenreichsten Dezembermonate

Was lässt sich über das Gesamtjahr aussagen?

  • es lag mit 191 Niederschlagstagen (normal 168) über dem Schnitt, dennoch war der Gesamtniederschlag etwas zu gering
  • die Zahl der Sommertage lag mit 62 deutlich über dem Schnitt (normal 51), die Zahl der heißen Tage (Tropentage) war mit 18 ebenfalls wesentlich höher als üblich (normal 10)
  • mit dem Sonnenschein konnte man zufrieden sein, wurde doch in sechs Monaten das Soll überschritten, besonders in den Monaten Februar Juni und Dezember. Etwas dürftig war der November mit nur 38 Sonnenstunden

Das Jahr war aber nicht nur wegen der hohen Zahl an Sommertagen und heißen Tagen viel zu warm, sondern es gab wie im Vorjahr einfach auch zu wenig Eis- und Frosttage.

  • nur 113 kalte Tage (normal 134), nur 72 Frosttage (normal 88) und lediglich 10 Eistage (normal 24)
  • die Zahl der Tage mit Windgeschwindigkeiten über 30 km/h war mit 69 wesentlich höher als normal (38), ebenfalls eine Auswirkung der Erderwärmung

Fazit:

Das Jahr war, wie die letzten fünf Jahre  deutlich zu warm bei etwas zu wenig Niederschlag und einem geringen Überschuss (8% mehr) bei den Sonnenstunden, der auf den extrem sonnenreichen Dezember zurückzuführen war.

Der Dezember 2019 war alles andere als ein Wintermonat.

  • Durchschnittstemperatur 2,5 °C (normal 1,3 °C)
  • 29 kalte Tage (normal 29)
  • 14 Frosttage (normal 18)
  • nur ein Eistag (normal 7)
  • Tagesmaximum 13,9 °C

Im ganzen Monat fiel nur an einem Tag Schnee, normal wären 5 Tage, von Winter also keine Spur.

Doch nun zum Positiven: Es war ein außergewöhnlich sonniger Monat.
Anstatt der üblicherweise 43 Sonnenstunden erzielten wir 83 Stunden, ein Plus von 93 Prozent.

Die Niederschlagsmenge lag mit 62,6 l/m² fast genau im Schnitt, wir konnten also die viel zu trockenen Monate etwas ausgleichen.

Was noch erwähnt werden sollte:
Es gab sehr viele und hohe Luftdruckschwankungen.
So erzielten wir im selben Monat den tiefsten Luftdruck des Jahres mit 982 hPa  und ebenfalls den höchsten Luftdruck des Jahres mit 1043 hPa.

Der November war ein zwar recht warmer, aber eher trister Herbstmonat mit zu wenig Niederschlag und einem deutlichen Mangel an Sonnenschein.

Einige Daten, die dies belegen:

  • Durchschnittstemperatur: 5,2 °C also deutlich über dem Schnitt (normal 4,3 °C)
  • 23 kalte Tage (normal 23)
  • nur 5 Frosttage (normal 9)
  • kein Eistag (normal einer)
  • Tagesmaximum: 17,9 °C , also eine eher spätsommerliche Temperatur

Große Abstriche mussten bei Niederschlag und Sonnenschein gemacht werden.

  • 35,4 l/m²  - nur 62% des üblichen Wertes
  • nur 37 Sonnenstunden anstatt 46, auch schuld daran hatten 11 Nebeltage

Was noch erwähnt werden sollte:

Der Luftdruck erreichte am 3. mit 987 hPa den bisher tiefsten Wert des Jahres

Der Oktober, das erste Drittel ausgenommen, war erneut ein erfreulich schöner Herbstmonat, der allerdings einen leichten Niederschlagsmangel sowie zu wenig Sonnenschein aufwies.

Einige Daten:

  • Durchschnittstemperatur: 10,7 °C, deutlich über dem Schnitt von 9,6 °
  • 4 warme Tage (normal 5), 3 kalte Tage (normal 7) und kein Frosttag (normal 2)
  • Tagesmaximum: 23,5 °C am 13. um 14 Uhr 55
  • Minimaltemperatur: 1,1 °C am 31. um 7 Uhr 20
  • Niederschlagsmenge: mit 46,4 l/m² unter dem Schnitt (nur 82% des üblichen Wertes) - erstaunlich, wies doch der Monat 25 Niederschlagstage auf. Der Grund: 12 Tage davon kamen lediglich durch Nieseln oder Nebelnässen zustande

    Der insgesamt gute Eindruck des Monats als Herbstmonat wurde dadurch etwas geschmälert, dass wir mit 92 Sonnenstunden unter dem Schnitt von 104 Stunden lagen. Denn es gab leider immerhin 8 Tage mit weiger als 30 Minuten Sonnenschein.

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